Friedensbaum Pflanzung mit den Queros aus Peru

Hiermit möchte ich ein kleines Highlight teilen, welches die Friedensbaumstiftung dieses Jahr im Juni gesegnet hat.

Unerwartet sind 3 Queros, traditionelle Vertreter der Inka Kultur aus Peru wärend ihrer „Patchamama Tour 2026“ mit einer Zwischenstation in Tübingen/Jettenburg für 6 Tage zu Gast gewesen. Anlass ihrer Tour ist es, in Deutschland verschiedene Naturpläze zu bereisen (darunter auch die Extern-Steine) um eines ihrer heiligsten Gebete für Mutter Erde darzubringen: das Patchamama Ritual. Dabei wird ein Bündel an Danksagungen, Gebeten und Wünschen, aber auch Geschenke an die „große Mutter“ -unsere Erde- weitergegeben. Dies war primär der Anlass, zu Gast in Jettenburg zu sein.

Dass sich dann noch relativ „spontan“ eine Friedensbaum Pflanzung ergab, war eine umso größere Freude. Gemeinsam mit Malku, Kusi Qoyllor, Inti und Huayna Tercco (Sebastian/ dem Tourleiter) durften wir am 11. Juni 2026 einen jungen Pfirsichbaum in das weltweite Friedens-Netzwerk pflanzen. In unserer Pflanz-Zeremonie wurde Quechua, Spanisch und Deutsch gesprochen, um die gemeinsamen Elemente für alle verständlich zu machen. Es war ein Raum der Ehrerbietung für unsere Erde im Bewusstsein um unsere Verbindung und Herzenswärme. Die Gebete wurden gesprochen, die Welt wie wir sie uns wünschen visioniert, für uns und für die, die nach uns kommen. Mich erfüllt noch heute der Klang des Muschelhorns, die Farbenpracht, die lächelnden Gesichter und das harmonische Miteinander. Für eine gemeinsame Zukunft sind die ersten Impulse gesetzt, weitere werden folgen.

In Verbundenheit, Johanna, Friedensbaum Stiftung

Kurzinfo zu den Queros:

Die Q’eros (oder Queros) sind ein indigenes Volk im Hochland der peruanischen Anden. Sie gelten als die letzten direkten Nachkommen der Inkas, die ihre Kultur, Sprache (Quechua) und Traditionen bis heute weitgehend bewahrt haben.

  • Herkunft und Isolation: Um der spanischen Eroberung zu entgehen, zogen sie sich im 15. Jahrhundert in die unzugänglichen Höhen der Anden (bis auf 4.800 Meter) zurück. Dadurch überlebte ihr Wissen die Kolonialisierung.
  • Lebensweise: Die Gemeinschaft besteht aus schätzungsweise 2.000 bis 4.000 Menschen, die in etwa 14 abgelegenen Dörfern in der Provinz Cusco leben. Sie sind weitgehend selbstversorgend, betreiben Ackerbau und züchten Lamas und Alpakas.
  • Spiritualität: Die Q’eros sind stark mit der Natur verbunden. Im Zentrum ihres Glaubens stehen Pachamama (Mutter Erde) und die Apus (die Geister der heiligen Berge). Sie sind bekannt für ihr tiefes schamanisches Wissen.

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